Alle reden von Altersarmut und keiner denkt an die Studierenden des Landes. Denn die Studienzeit ist – im Gegenteil zu anderen Ausbildungen – keine angerechnete Zeit.

Die Studierenden von heute sind längst nicht mehr so angriffslustig wie in der Zeit der Studentenrevolten des letzten Jahrhunderts. Das weiß man wohl auch in der Politik, so wurde schon vor langer Zeit ein doch recht heftiger Einschnitt gemacht.

Rentenjahre und das Studium | Die Argumente und die Realität

Denn das Studium – egal was man studiert – wird nicht angerechnet. In dieser Zeit bekommt man keine Rentenjahre angerechnet – anders als bei allen anderen Ausbildungen in Deutschland. Nun könnte man sagen, na gut, die Akademiker*innen verdienen später ja eh mehr – doch das sind Träume von früher. Heutzutage sind auch die Akademiker*innen von Arbeitslosigkeit bedroht, vor allem die von der Gesellschaft verschmähten Geisteswissenschaftler*innen. Wieso auch aus der Geschichte lernen? Wieso auch forschen, wann und ob der soziale Frieden aufgekündigt wird?! Das wird man ja früh genug erfahren …

Situation der Studijobs in Deutschland: Keine Rechte und keine Rentenzeit

Ein weiteres Argument ist, dass die Studierenden heutzutage ja einen Job haben und darüber einzahlen. Tatsächlich haben immer mehr Studierende einen Job, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Doch diese Tätigkeiten, und das wissen alle die mal studiert haben, werden nicht sozialversicherungspflichtig bezahlt. Man bekommt in der Regel – ich weiß, obwohl es im Gesetz steht und geltendes Recht ist – Urlaub. Ich kenne Betriebe, bei denen Studierende Urlaub wollten und sich kurz darauf einen neuen Job suchen mussten. Das ist Gang und Gebe, da braucht man sich gar nicht um die Generation Praktikum bemühen.

Das ist die Realität in Deutschland. In meiner ganzen Studienzeit habe ich einen Betrieb (nach meiner Studienzeit) getroffen, der sich legal verhält und Sozialversicherungsbeiträge zahlt und Urlaub genehmigt. Einen Einzigen!!!

Wo bleibt die Empörung darüber??

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