Tuerkises Meer Rhodos

Die Insel Rhodos in der Ägäis ist eine der schönsten Reiseziele im Mittelmeer. Hier einige Tipps und Hinweise aus Erfahrung.

Die griechische Insel Rhodos ist eine Tourismus-Hochburg. Noch im Januar erreicht man dort zwischen 10 bis 15 Grad Lufttemperatur und neben den Sehenswürdigkeiten, gibt es eine Vielzahl an Wassersport und Erholungsmöglichkeiten.

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Der griechische Sonnengott Helios erhielt die Insel vom Göttervater Zeus als dieser Griechenland unter den Göttern aufteilte. Ihm zu Ehren wurde der sogenannte Koloss von Rhodos, eines der sieben antiken Weltwunder, errichtet. Allerdings wohl nicht im Hafen der Hauptstadt Rhodos, wo die Schiffe durchgefahren sein sollen. Das wäre aus statischen Gründen kaum möglich gewesen. Der Name der Insel stammt übrigens von der Nymphe Rhode, welche Helios dem Mythos zufolge zur Frau nahm.

Tuerkises Meer Rhodos
Türkises Meer bei Rhodos

Rhodos | Ostküste oder Westküste, Sand- oder Steinstrand, Sportmöglichkeiten

Wenn man auf der sonnenverwöhnten Insel einen Urlaub buchen will, sollte man sich zunächst für eine Örtlichkeit entscheiden. Aufgrund der Insellage unterscheidet man zwischen Ost- und Westküste. Wobei man eher von Nordwest und Südost sprechen könnte. Die Westküste ist vor allem für den Wassersport interessant, da stets ein kräftiger Wind vorherrscht. Dort kann man folgenden Sportmöglichkeiten nachgehen: Stand-up-Paddling, Windsurfen und Kitesurfen. Entsprechende Schulen und Angebote gibt es zuhauf. Einen schönen Sonnenuntergang über dem Meer sieht man selbstverständlich aber nur im Westen der Insel Rhodos. Des Weiteren gilt zu beachten, dass entlang der Westküste die Flugzeuge zum Landeanflug ansetzen. Das Flugzeug fliegt eine Kurve, um den an der Westseite der Insel liegenden Flughafen anzusteuern. Besonders betroffen ist das Gebiet zwischen Rhodos-Stadt (im Norden der Insel) und dem Flughafen, der mittig an der Westküste liegt.

Die Ostküste ist eher windstill und für diejenigen interessant, die schnorcheln oder tauchen wollen. Hier liegen auch die ganzen Buchten, für die Rhodos auch bekannt ist. Dazu zählen beispielsweise die Buchten von Kallithea, Faliraki und Lindos. Die bekannteste Bucht ist wohl die sogenannte Anthony Quinn-Bucht, wo der Film “Die Kanonen von Navarone” gedreht wurde. Hier gibt es zwei nebeneinanderliegende Buchten. Wenn man den Berg, die einzige Zufahrt, herunter kommt, muss man auf die linke Seite. Für die Nutzung der Buchten muss man kein Geld bezahlen, man kann sich dort einfach hinlegen. Aber es werden überall Liegen angeboten. Der Preis dafür beträgt einheitlich 10 Euro pro Liege. Meist wird ab 14 Uhr oder 15 Uhr kein Geld mehr verlangt. Besonders das Schnorcheln ist in den Buchten beliebt, denn das türkis-blaue Meer ist klar und es lassen sich zahlreiche Fischarten und Korallen entdecken. Die Strände sind teils steinig, teils sandig. Neben der Schnorchel-Ausrüstung, die man überall auf der Insel kaufen kann (auch an dieser Bucht), sind Badeschuhe zu empfehlen.

Anthony Quinn Bucht Rhodos
Anthony Quinn Bucht Rhodos

Besonders schön sind die Strandbars, wo die Stühle im Wasser stehen und man Essen kann. So beispielsweise in der Nikolas-Bucht, wo man allerdings die Rechnung nachrechnen sollte. Gerade für jüngere Leute, mit einer Affinität zu House-Music, ist der Oasis-Strand zu empfehlen. Eine schöne Bucht, wo man liegen, schnorcheln und Cocktails schlürfen kann, während man mit elektronischen Beats versorgt wird.

Rhodos-Stadt

Wenn man nicht nur einen Badeurlaub verbringen will, ist die erste Sehenswürdigkeit, die man gesehen haben muss: Rhodos-Stadt. Die Altstadt ist noch von einer Stadtmauer umgeben und die kleinen Gassen mit verwinkelten Wegen laden zur Erkundung ein. Natürlich gibt es hier die Plätze, wo die touristischen Massen Souvenirs kaufen und Essen gehen können, wobei es auch abseits der ausgetretenen Wege interessante Läden, Kneipen und Restaurants gibt. Zudem kann man abseits der Altstadt ebenfalls viel Interessantes sehen. Und die Preise in der Altstadt von Rhodos sind höher als außerhalb davon.

Grossmeisterpalast Rhodos Museum

Ein bisschen enttäuschend ist das museale Angebot der Stadt. Der sogenannte Großmeisterpalast, der Name bezieht sich auf den Johanniterorden, ist eines der beiden wichtigsten Museen. Die Ausstellungsstücke berichten vor allem von der Zeit des Johanniterordens im Mittelalter. Der Palast ist übrigens eine Rekonstruktion. Von der Antike ist nur wenig zu begutachten – sowohl in den Museen als auch in der Altstadt. So findet sich in der Nähe des Hafens ein Tempel zu Ehren von Aphrodite, der aber aus einer einzäunten Sammlung von Steinen besteht, die keinen Eindruck der Antike vermitteln. Das archäologische Museum der Insel wartet mit einer großen Sammlung an Tongefäßen und einigen Mosaiken auf. Die Akropolis von Rhodos ist ebenfalls nur eine Ruine.

Der Hafen ist eine der Hauptattraktionen der Stadt und der Insel. Dort lauern entlang der Uferpromenade sehr viele Boote, die zu Ausfahrten einladen. Die Preise liegen bei rund 50 Euro pro Person – je nach Fahrtziel und Angebot. Im Hafen sind zwei Säulen, auf denen die Statuen Elafos (mit Geweih) und Elafina (ohne Geweih) stehen. Hier soll ursprünglich der Koloss gestanden haben, was aber vermutlich nicht korrekt ist.

Menschen und Sprache

Die Menschen auf Rhodos sind alle sehr nett. Unfreundlich treten leider vor allem einige Touris auf. Die Menschen sind hilfsbereit und wissen um die Bedürfnisse ihre Gäste. Der Tourismus ist denn auch die Haupteinnahmequelle auf Rhodos. Anders als in vielen anderen Mittelmeergebieten entstand mir der Eindruck, dass man die touristischen Gäste nicht finanziell ausquetscht.

Die allermeisten Menschen auf der Insel können zumindest Englisch, aber auch die deutsche Sprache ist hier oft zu hören. Wenn man durch Rhodos läuft, ist deutsch m.E. sogar die häufigste Sprache, was natürlich mit der Vielzahl der touristisch Reisenden zu tun hat. In den Hotels sprechen viele Angestellte ebenfalls deutsch, in den Geschäften und Restaurants ist aber zumindest englisch immer möglich.

Verkehr | Auto, Roller, Busse, Fahrrad

Die Insel kann man auf verschiedene Arten erkunden. Man kann sich ein Auto oder einen Roller mieten, was mit 50 Euro pro Tag und Auto recht günstig ist. Aber der Verkehr auf der Insel ist – gerade rund um Rhodos-Stadt – auch recht dicht. Roller werden daher gerne benutzt und sind auch sehr beliebt. Helme tragen aber nur die Wenigsten auf der Insel. Vom Fahrrad wird hier eher abgeraten. Es gibt keine Fahrradwege und die Autos fahren hier doch recht rigoros.

Deutscher Bus Rhodos
Deutscher Bus Rhodos

Ich kann die Nutzung der Busse empfehlen. Das Bussystem ist gut ausgebaut und sie fahren immer von oder nach Rhodos-Stadt. Also führen alle Strecken von Norden nach Süden und umgekehrt. In Rhodos ist der zentrale Busbahnhof in der Nähe des Hafens. Die Busse fahren regelmäßig, wenn auch nicht immer nach Fahrplan. Es kann daher schon mal sein, dass man länger warten muss und man sollte sich nicht darauf verlassen, dass der letzte Bus pünktlich ist. Selbstverständlich gibt es auch Taxis, die man im Notfall herbeirufen kann. Die Busse stammen oft, so mein Eindruck, aus Deutschland. Das bemerkt man an der Leuchtschrift “Wagen hält” oder “Notfall”. Der Preis beträgt zwischen 1,50 Euro und 2,50 Euro. Der Preis impliziert die gesamte Strecke, auch wenn man unterwegs aussteigt. Auch zur Anthony Quinn-Bucht fährt übrigens ein Bus. Das Tagesticket klingt dabei verführerisch, ist aber nicht unbedingt zu empfehlen. Denn es gibt unterschiedliche Anbieter, die nach Tageszeit und Strecke variieren, und das Tagesticket gilt immer nur für einen Busanbieter. Schwarz-Fahren sollte man hier übrigens tunlichst unterlassen, denn es gibt immer wieder Kontrollen und das Strafticket kann sich auf über 200 Euro beziffern.

Die Gassen in der Altstadt von Rhodos sind mit aufrechten Steinen versehen. Das ist vielleicht stabil, sorgt für schnellen Abfluss des Wassers und hinterlässt weniger Abrieb, aber es empfiehlt sich dabei dringend festes Schuhwerk. Mit Sandalen oder Flipflops könnte es schmerzhaft werden. Das betrifft übrigens auch die Wege zu den und innerhalb der Buchten. Wer dort ins Wasser möchte, sollte Badeschuhe nutzen, denn die Felsen und Klippen unter Wasser können recht schroff sein.

Gassen Steine Strasse Altstadt Rhodos
Gassen Steine Strasse Altstadt Rhodos

Klo-Situation auf Rhodos

Ein besonderes Lob gilt der Hygiene-Situation auf der Insel Rhodos. Diese Toiletten stehen selbst in den unzähligen Buchten oft kostenlos zur Verfügung und sind stets sauber und gut ausgestattet.

Essen gehen auf Rhodos

Trotz der Insellage ist das Fischangebot recht überschaubar und wenn, dann ist mir kein Restaurant untergekommen, wo der Fisch nicht trocken und zäh war. Ansonsten gibt es wenig Vegetarisches und viel Fleisch. Dabei war auch immer mal wieder falsch Deklariertes darunter. Das Lammfleisch, das vom Rind war und die vegetarische Sojaprotein-Speise, die stark nach Hühnchen schmeckte.

Wildtiere auf Rhodos

Wenn man am Flughafen ankommt, wird qua Schilder aufgefordert, die Wildtiere nicht zu füttern. Dabei handelt es sich vor allem um Katzen, die überall herumstreunen. Die Bevölkerung füttert die Katzen und es wird m.E. auch gern gesehen, wenn man den Katzen die Essensreste überlässt.

Wilde Katzen Rhodos
Wilde Katzen Rhodos

Bauruinen und Müll auf Rhodos

Ob in der Stadt Rhodos oder in anderen Städten, überall sieht man Bauruinen oder Rohbauten, die aufgegeben wurden. Warum das so ist, blieb mir ein Geheimnis. Was doch sehr ins Auge fällt, sind die zahlreichen Müllecken. Überall auf der Insel liegt Müll herum.

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Ein Gedanke zu „Urlaub auf Rhodos | Tipps, Tricks und Erfahrungen“
  1. “Ob in der Stadt Rhodos oder in anderen Städte, überall sieht man Bauruinen oder Rohbauten, die aufgegeben wurden.” – Das gilt es noch herauszufinden! Vielleicht ne Investitionsmöglichkeit. 😉

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