Vlies Tapeten | Einfaches Tapezieren

Vlies Tapeten haben gegenüber Raufasertapeten einige Vorteile, vor allem: Es ist einfacher zu tapezieren!

Tapezieren muss man alle paar Jahre mal wieder und ich hab mich noch nie darauf gefreut, doch die Tapeziertechnik hat sich auch weiter entwickelt: Die Vliestapete! Gerade wenn man die paar Urlaubstage im Jahr nicht damit verbringen will, lohnt sich diese Tapete.

Vlies Tapete

Vlies Tapete

Vliestapete | Einfach gemacht

Vliestapeten haben zunächst den Vorteil, dass man keinen Tapeziertisch braucht! Man kleistert mit einem bestimmten Vlieskleister die Wand, nicht die Tapete ein. Aber Vliestapeten sind etwas teurer, als beispielsweise Raufasertapten. Dafür muss man diese auch nicht mit Farbe bestreichen, kann man aber, wenn man will.

Vliestapeten tapezieren | 10 Schritte Anleitung

Wenn man erstmal die alten Tapeten runter hat und die Wände gesäubert hat, sollte man kurz warten, dass die Gemäuer wieder trocknen. Vliestapeten kann man übrigens ganz einfach wieder entfernen: Einfach eine Ecke freilegen und vorsichtig abziehen!

1. Man nehme einen Kleister für Vliestapten und mische ihn mit Wasser, entsprechend der Anleitung. Wenn die Tapete ein Relief aufweist, braucht man ein anderes Verhältnis, als bei solchen ohne. Die Matsche muss ca. 15 Minuten ziehen

2. Am besten deckt man den Boden mit einer Folie ab

3. Einen senkrechten Strich mit der Wasserwaage ziehen und die Tapete daran anlegen. Die Breite der Bahnen liegt meist bei 53 cm.

4. Die Wand nun gut einkleistern! Lieber mehr als weniger. Mit dem Fingertest prüfen, also drüber streichen und bildet sich eine Rinne ist es genug. Erst eine Bahn, dann die nächste, sonst trocknet der Kleister aus. Man beginnt übrigens am Fenster – von allen Fensterseiten bis zur Mitte.

5. Die Rolle muss immer in derselben Richtung abgerollt werden, daher nicht vorher zurechschneiden, oder aber oben und unten markieren, aber nur mit einem Bleistift, oder im Überschnuss.

6. Immer die Kante leicht (0,5 – 1 mm) überstehen lassen und auch daran orientieren – nicht an der Decke oder dergleichen – immer an der Kante.

7. So bürsten, dass man am Schluss von der angelegten Kante wegbürstet, aber immer darauf achten, dass sich keine Luftblasen bilden, oder die Tapete einem falschen Zug/Druck ausgesetzt ist. Wenn die Tapete getrocknet ist, zieht sie sich minimal zusammen.

8. Die Überreste mit einem Cuttermesser abschneiden und oben und unten und an den Seiten nochmal richtig nachkleistern und ordentlich ranbürsten.

9. Alle Bahnen anbringen – immer vom Fenster weg.

10. Wo sich noch etwas abgelöst hat, die Stelle großräumig einkleistern und erneut ranbürsten

 

21. April 2016 in Kultur & Zuhause

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