DAX Tageskerzen Januar 2022 bis August 2022

Der Bärenmarkt, also mit Trend nach unten, setzt sich fort und eine Besserung ist nicht in Sicht!

Noch immer hört man das Credo, dass die Aktien alternativlos wären. Meist ausgesprochen von Banken, die davon leben, dass man Aktien über ihre Depots kauft. Denn das bringt Gebühren. Trotz der Unkenrufe machen die Banken immer noch Rekordgewinne und mit den steigenden Zinsen erhöht sich auch das Niveau weiter.

Die steigenden Zinsen setzen aber dem Aktiendepot zu. Die Logik dahinter ist eigentlich ganz einfach: Mit den steigenden Zinsen bekomme ich Sicherheit. Zinsen werden bezahlt. Also investiere ich in Zinsanlagen. Aktien können fallen oder steigen, das ist nicht so sicher wie Zinsen. Daher fallen die Kurse an Börsen, wenn die Zinsen steigen. Das Geld wandert ab. Das ist auch schon ein Grund für den Bärenmarkt.

Weitere Gründe sind der Krieg und die Lieferproblematiken. Die Industrie kann nicht so viele Produkte verkaufen, daher sinken die Umsätze und damit auch die Gewinne. Da man an der Börse die Zukunft handelt, werden die ausgebliebenen Gewinne jetzt schon mit eingerechnet. Die Kurse fallen.

Die Inflation steigt, die Industrie müsste schon seit Jahren umgebaut werden und der Konsum geht zurück. Auch das sind Indizien für fallende Kurse und den Bärenmarkt.

Gewöhnlich agieren an der Börse Panik und Gier. Dem entsprechend müssten die Verkäufe eigentlich deutlicher ausfallen, denn Panik müsste das treibende Gefühl sein. Warum aber ist das nicht der Fall? Vielleicht sind die Anlegenden es einfach gewöhnt, dass der Staat also die Steuerzahlenden die Finanzbranche im Zweifelsfall retten. Das war schon 2008 so, als die Banken sich verzockt haben und die Steuerzahlenden eingesprungen sind. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Fällen wie jener Cum-Ex-Scholz-Warburg-Bank-Skandal. Die Bank musste das Geld nicht zurückzahlen.

So erhofft sich der Finanzsektor einfach weiter machen zu können. Die Leute werden schon dafür zahlen. Natürlich bekommt das Geld vom Staat nur der Großinvestorenbereich. Die Kleinanlegenden werden nichts davon sehen. Zu welcher Kategorie gehörst Du? Na dann…

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