Draghi lässt den DAX purzeln

Der DAX fiel gestern um über ein Prozent, da man von Draghi mehr erwartete.

Mario Draghi, der Chef der EZB, trat gestern an die Öffentlichkeit und verkündete, die Zinsen werden bleiben wo sie sind und die Strafzinsen für Einlagen der Bank bleiben ebenfalls bei -0,4 Prozent. Alles bleibt also wie es ist, da hatte man an der Börse mehr erwartet. Daher fiel der DAX.

DAX Juli 2019 Tageskerzen

DAX Juli 2019 Tageskerzen

Aber im September kommt die nächste Ratssitzung und dann könnte es noch mal einen Draghi-Buckel geben. Denn der EZB-Chef gab die Aussicht auf weitere Zinssenkungen, also in den Minusbereich, und mehr Anleihenkäufe.

Allerdings wird im September schon Frau Lagarde am Steuer der EZB sein, von daher wird es eher ein Lagarde-Buckel. Sie wird dieselbe fragwürdige Geldpolitik verfolgen, wie Draghi.

Derzeit kauft die EZB nur nach, was ausläuft. Da könnte noch eine Schippe draufkommen. Marx scheint recht zu behalten, der Kapitalismus frisst sich selbst auf. Noch vor Jahren hätte es niemand geglaubt, dass es Negativ-Zinsen geben wird – heute ist es Realität.

Für diejenigen, die ihr Geld auf der hohen Kante verwahren, bedeutet dies dann eine weitere Enteignung zum Wohle der Währung und für die steigende Inflation. Die ist nämlich das Hauptkriterium für das Handeln der EZB.

Ein weiteres Kriterium für den DAX-Abfall sind die schlechten Zahlen des Ifo-Index, der kürzlich veröffentlicht wurde. Die Weltbank hat die Konjunkturaussichten auch noch mal nach unten korrigiert. Und da wären dann noch die Krisen in der Welt. Vieles davon ist maßgeblich Trump zu verdanken.

In der kommenden Woche stehen noch einige Termine an, wie die Zinsentscheidung in Japan, die Verbrauchspreise in Deutschland und in Europa. Das könnte noch ein bisschen reinspielen, aber ob es dadurch nach oben geht, ist fraglich. Jetzt steht warten auf September auf der Karte.

26. Juli 2019 in Börse

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