Huawei & ZTE: Spionage im Dienste der Partei Chinas?

Der chinesischen Hardwareproduzenten Huawei und ZTE stehen im Verdacht, im Auftrag der chinesischen Regierung Daten abzugreifen.

Hast Du auch ein Gerät von Huawei oder von ZTE? Diese beiden Firmen stehen im Verdacht “nach Hause zu telefonieren”. In den USA und in Australien hat man den beiden Firmen verboten, sich am Aufbau des 5G Mobilfunknetzwerks zu beteiligen.

chinesische botschaft

Jüngst hat Huawei darauf mit einer Stellungnahme reagiert und alle Vorwürfe zurückgewiesen. Man würde die Gesetze der Länder, in denen man agiere, respektieren. Vor allem respektiert man offenbar die Wünsche in Peking. Huawei wird als besonders regierungstreu gehandelt.

Sogar der Chef von Huawei in Australien hat zugegeben, dass man Daten nach China schicke, was er mit Blick auf die Gesetze in Australien nicht durchführen wollte. Nun hat man auch in Südkorea Sorge, dass dem so ist. Jedoch fürchtet man sich in Südkorea auch vor Handelssanktionen aus China.

Huawei hat den Vorteil, dass die  Technik sehr günstig angeboten wird. Teilweise ist man bis 30 Prozent günstiger als die Konkurrenz. Das mag damit zu tun haben, dass man keine Forschungsgelder ausgeben musste, denn die Technik hat man vor allem von US-Firmen geklaut. Die günstigen Produkte haben aber noch einen anderen, gewaltigen Haken, denn die Technik meldet die gesammelten Informationen auch dem Geheimdienst in China.

Ob es sich derart auch mit den privaten Geräten verhält, konnte ich bisher nicht herausfinden, aber es hat den Anschein. Daher würde ich empfehlen, die Gerätschaften von Huawei nicht mehr zu benutzen. Denn Chinas Umgang mit Daten ist so gar nicht mit der DSVGO konform.

Dort hat auch niemand was dagegen, dass der Staat alle Daten einsammelt und auch ganz offenbar benutzt, um seine Bevölkerung auf Linie zu bringen. So hat man ein System eingeführt, dass mit Malus und Bonus-Punkte arbeitet. Wenn man sich nicht entsprechend der Regierungswünsche verhält, gibt das natürlich Maluspunkte – also eine negative Bewertung. Wenn die Bilanz schlecht ist, hat man Nachteile und erhält keinen Kredit oder kann sich nicht auf bestimmte Stellen bewerben.

Diese Zukunft will hierzulande keiner, dennoch erhebt niemand die Stimme, wenn es darum geht, dass die persönlichen Daten ausgewertet werden. “Man hat ja nichts zu verheimlichen”, so der schwachsinnige Satz in diesem Zusammenhang. Aber es gibt einen Grund, warum privat und öffentlich getrennt sind und dafür muss man sich nicht rechtfertigen! Siehe China!

15. Oktober 2018 in Politik & Medien, Story-Kommentar, Technik & Internet

,

Comments are closed.