Rat der Krähen und Raben?

Ich habe den Eindruck, dass sich die Krähen oder Raben regelmäßig treffen und eine Art Rat bilden. Ist das so absurd?

Die Krähen und Raben bilden zusammen eine Familie, die man lateinisch als Corvidae bezeichnet. Sie sind verwandt. Im Norden Deutschlands trifft man eher die Krähe und im Süden eher den Raben an. Heute weiß man, dass sie sehr intelligent sind, früher hatte man ein anderes Bild der Vögel.

Kraehen Treffen

Kraehen Treffen

In der Antike, bei den alten Germanen, war die Krähe noch nicht verteufelt. Das kam erst mit dem Christentum, denn der Rabe galt als ein Tier des germanischen Obergotts Odin oder auch Wodan. Dieser germanische Gott hatte sogar zwei davon: Hugin und Munin. Da die Christen die vorherige Religion der Menschen dämonisiert haben, damit man eher zum Christentum wechselt, wurde auch der Rabe mit seinem schwarzen Gefieder zum Tier des Teufels.

Dabei sind diese Tiere sehr intelligent, was man mit mehreren Experimenten herausgefunden hat. Sie können ihre Handlungen planen und verstecken beispielsweise ihr Futter, auch vor Artgenossen. Nur wenn sie sich dabei nicht beobachtet fühlen, sehen sie das Futterreservoir als sicher an. Ansonsten tun sie so, als würden sie es verstecken, nehmen es dann aber mit und suchen einen neuen Platz. Sie legen auch Nüsse auf die Straße und warten, bis die darüberfahrenden Autos diese geknackt haben.

Da man von der Intelligenz dieser Vögel ausgehen kann, so liegt es doch nahe, dass sie auch eine Sprache entwickelt haben. Den Eindruck kann man zumindest gewinnen, wenn man sie beobachtet. Das Krächzen gibt es in verschiedenen Formen und Arten. Aus deren Sicht mag unsere Kommunikation ebenso klingen.

Hin und wieder treffen sie sich und fliegen mit lautem Krähen durch die Luft. Sie kreisen in der Luft und locken derart immer mehr Krähen oder Raben an. Es scheint, als würden sie einen Rat bilden. Es könnte eine Gesprächsrunde sein, in der man vielleicht das Revier aufteilt oder sich über das weitere Vorgehen austauscht. Vielleicht meldet man Gefahren oder neue Erkenntnisse, wie man an Futter kommt.

Angesichts der Tatsache, dass man lange Zeit dachte, der Mensch sei das einzig intelligente Wesen auf Erden, kann ich mir gut vorstellen, dass man diese Tiere (und auch andere) immer noch unterschätzt. Vielleicht haben wir sogar wir Menschen die Idee eines Rats von diesen Tieren gelernt.

16. November 2018 in Natur, Story-Kommentar

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