Russisches Militärflugzeug

Der Krieg läutete das Ende der Ära Putin ein, doch was geschieht dann?

Mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine, so schallt es aus allen Medien, endet die Ära Putin. Denn Putin ist als Vertragspartner nicht mehr akzeptabel und er hat Russland isoliert. Viele fürchten die Ausweitung des Kriegs und das scheint sich auch zu bewahrheiten. Auch die Ansprache zum Tag des großen vaterländischen Siegs über Deutschland im Zweiten Weltkrieg lässt nichts Deeskalierendes hoffen.

Wenn also Putin Russland dann eines Tages, bestenfalls von innen, gestürzt wird, bleibt die Frage: Was geschieht dann? Schließlich haben wir es mit einem riesigen Land zu tun, das über sehr viel Militär und vor alle Atomwaffen verfügt. Das Problem wird anders gelagert sein, als es 1990 war. Damals wurde die Sowjetunion in eine Demokratie überführt und es gab einen Putschversuch, diese Entwicklung zu revidieren. Das hätte ins Auge gehen können und das kann es ebenfalls nach Putin geschehen.

Nehmen wir also an, Putin würde gestürzt werden. Es bliebe ein Machtvakuum übrig, das viel Anlass zur Sorge bringt. Denn wer wird dieses Machtvakuum füllen? Demokratische Kräfte oder – was ebenfalls denkbar ist – Warlords. Das sind regionale Fürsten, die meist mittels Waffengewalt an die Macht kommen und sie um sich brutal zentrieren. Ein Warlord ist gleichbedeutend mit dem Ende der staatlichen Gewalt und den Zerfall des Landes in einzelne Territorien. Beispiele dafür finden sich in historischen Quellen bezüglich China zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder im heutigen Afghanistan.

Vergleiche mit dem Nachkriegsdeutschland und dem Nach-Putin-Russland hinken, denn Russland wird vermutlich kaum angegriffen werden, bzw. wird kaum eingenommen werden. Der Grund ist einfach: Putin verfügt über Massenvernichtungswaffen. Ein Land mit solchen Waffen greift man kaum an: Atomwaffen sind nämlich Abschreckungswaffen und keine Offensivwaffen, daher wird es auch keinen Einsatz dessen in der Ukraine geben.

Es ist kaum auszudenken, was ein Warlord mit solchen Waffen machen würde. Schon nach dem Ende der Sowjetunion gab es derartige Bedenken. Diese Szenario sollte bei allen Handlungen in Bezug auf Russland bedacht werden.

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