Dill | Lecker & wirksam

Dill kennt ja jeder – vor allem ob des Geschmacks. Aber er hat auch unter anderem eine beruhigende Wirkung.

Der liebe Dill wird mit am häufigsten in deutschen Gärten angebaut und er wächst auch fast überall. Die Pflanze gedeiht fast immer, auch auf kargem Boden. Erst wachsen die feingliedrigen Blätter und dann kommt ein langer Trieb heraus, an dem sich Blüten bilden. Diese Dolden sind fast so bekannt, wie der Geschmack.

Dill

Dill

Die Pflanze kommt mutmaßlich aus dem Orient wurde wurde im Mittelalter durch die Klöster verbreitet. Ihm wurden und werden Heilkräfte nachgesagt. Vieles davon ist durch die moderne Medizin unbestätigt, aber auch nicht untersucht worden. Was man untersuchte war die Wirkung auf den Hormonhaushalt. Die Früchte haben eine progesteronfördernde Wirkung – es hilft also, wenn man Kinder will oder bei Frauen, deren Zyklus durcheinander geraten ist.

Der Samen, der wie Kümmel schmeckt, wirkt verdauungsfördernd und als Tee hilft der Dill bei Magenkrämpfen. Tatsächlich kennt man eine krampflösende Wirkung. Der Dill führt zu einer Reduktion des Drucks des Ösophagussphinkters. Das ist das Venendgeflecht der Magenvenen. Man nennt den Bereich aus das Gehirn des Magens, weil dort auch sehr viele Nerven herumliegen. Dill wird als Dillkissen auch Kindern untergeschoben, da es eine beruhigende Wirkung hat. Es soll auch gut für gestresste Personen sein. Die Früchte kaute man – zumindest in früheren Zeiten – gegen den Mundgeruch. Heute macht man das vor allem mit Kaugummi 😀

Tatsächlich sind Proteine und vor allem Kohlenhydrate, aber auch Fett vertreten. Der Dill duftet auch stark, das liegt an den ätherischen Ölen. Das wird durch den Mix der rund 90 Inhaltsstoffe verursacht – vor allem Carvon, aber auch Cumarine oder Kaffeesäure-Arten. Außerdem ist Kalium, Kalzium und Natrium vertreten.

16. Juli 2018 in Gesundheit, Natur

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