Echter Baldrian – Zum Schlafen, gegen Angst und Stress

Der echte Baldrian ist eine bewährte Heilpflanze, die der Mensch schon lange nutzt!

Baldrian kennen fast alle, auch jene, welche sich kaum mit Heilkräutern oder Phytotherapien beschäftigen. Denn Baldrian hat eine wohl bekannte Wirkung: Er beruhigt.

Echter Baldrian

Echter Baldrian

Schon in der Antike wusste man von der Wirkung der Pflanze. Die alten Germanen glaubten, mit der Pflanze könnte man das Böse fernhalten. Die Idee wurde auch vom Christentum übernommen, so sollen Hexen und Teufel mit dem Baldrian ferngehalten werden.

Baldrian enthält bis zu 1,5 Prozent ätherische Öle. Außerdem sind Valerensäuren und bis zu zwei Prozent instabile Valepotriate und Alkaloidspuren enthalten. Noch gar nicht lange her, dachte man, dass es sich um einen Placebo-Effekt handele, aber es wurde klar, dass diese Forschung an der Unterdosierung litt. Zu unterscheiden ist der heimische Baldrian von seiner indischen und mexikanischen Verwandtschaft. In diesen Pflanzen wirken die Valepotriate anders und dämpfen Angst noch mehr. Diese werden in Deutschland nicht verwendet, da sie unter Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Wobei das in Fachkreisen angezweifelt wird.

Die beruhigende Wirkung von Baldrian ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen und daher wird Baldrian auch in vielen Bereichen angewendet – von der Prüfungsangst bis zum PMS. Es hilft sogar Kindern beim Lernen. Nimmt man es abends ein, fördert es den Schlaf. Man schläft schneller ein und kann besser durchschlafen. Nimmt man es tagsüber ein, beruhigt es und wirkt entkrampfend. Man ist psychisch ausgeglichener, man kann besser mit Stress umgehen und es erhöht die Konzentration. Auch bei Entzugserscheinungen wie bei Alkohol oder Opiaten kann Baldrian etwas Abhilfe leisten.

Bei Herz- oder Magenbeschwerden, die durch Nervosität ausgelöst werden, hilft Baldrian ebenfalls. Weitere Einsatzgebiete sind die Reizblase, wie auch Kümmel, Hopfen, Fenchel oder Kamille, bei Gallenstörungen und beim Bettnässen. Auch bei Prostatitis (Prostataneurose) und Fibromyalgie wirkt Baldrian beruhigend. Oftmals wird bei diesen Therapien auch Lavendel, Melisse und Hopfen angewendet.

Es beruhigt auch etwas den Juckreiz, wenn man beispielsweise unter Neurodermitis leidet und auch nach einer Herpesbehandlung hilft der Baldrian mit seiner entspannenden Wirkung. Last but not least: Es senkt den Blutdruck, was auch gut für das Herz ist. Es hemmt den Stress und entspannt.

Baldrian gibt es in verschiedenen Formen und Arten. Innerlich: Man kann es als Tee trinken. Dafür zerkleinert man die Wurzel des Baldrians und legt es in kaltes Wasser. Dann wird es erhitzt und man lässt es eine Stunde köcheln. Danach lässt man den Sud noch zwei bis drei Stunden ziehen. Man kann auch Fertigpräparate kaufen, es als Tinktur oder Wein oder Presssaft zu sich nehmen. Äußerlich helfen Baldrianöl oder man kann es als wässriger Extrakt (Dekokt) ins Badewasser zugeben.

Die Tagesdosis liegt bei zehn bis fünfzehn Gramm. Kinder bis ein Jahr sollten nicht mehr als 0,2 bis 0,6 Gramm zu sich nehmen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sollten drei Gramm am Tag nicht überschreiten. Die Wirkung von Baldrian kann schneller erfolgen, wenn man es zusammen mit Johanniskrautpräparaten nimmt.

28. März 2019 in Gesundheit, Natur

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