Schöllkraut

Das Schöllkraut ist ein nicht ganz einfaches Heilkraut, das aber dennoch zahlreiche Anwendungsgebiete hat.

Das Schöllkraut hat seinen Namen aus der griechischen Antike, denn der griechische Name bedeutet Schwalbenkraut. Wegen des goldenen Safts, der brauen Flecken hinterlässt, nannte man es früher auch Goldkraut. Je nach Region variieren die Namen dafür. Die Einsatzgebiete sind mannigfaltig, aber können zu Leberschäden führen.

Schöllkraut
Schöllkraut

Das Schöllkraut beinhaltet vor allem Alkaloide, es ist ein Mohngewächs. Diese Giftstoffe können heilen, aber auch schaden. Nur erfahrende Anwendende sollten das Kraut zur Selbstmedikation nutzen. Bis zu einem Prozent Alkaloide können enthalten sein. Dabei handelt es sich konkret um Coptisin und Chelidonin. Ansonsten enthält Schöllkraut Flavonoide, Saponine, Carotinoide und nur wenig ätherisches Öl.

Schon in der Antike war es als Mittel gegen Krämpfe bekannt. In der Wirkung ist es ähnlich wie Kamillenblüten, Kümmel, Melisse und Süßholz. Es wirkt noch besser in Kombination mit Artischocken und vor allem bei Krämpfen im oberen Verdauungstrakt. Auch gegen Reizdarm kann das Schöllkraut helfen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Galle, da es gallenflussfördernd und leicht schmerzlindernd ist. Bei Zittern kann es zentral sedierend wirken. Es hilft zur Nachbehandlung von Virenbelastung in der Leber (Hepatitiden) und hat eine antifungizide Wirkung, was gegen humanpathologene Pilzinfektionen hilft. Allerdings kann es auch lebertoxische Reaktionen auslösen und damit einen Anstieg von Transaminasen verursachen.

Des Weiteren gilt es als Warzenkraut, da der Milchsaft viruzid ist und das Zellwachstum hemmt. Bei einer Behandlung mit Schöllkraut nutzt man den Milchsaft der Pflanze. Diesen saugt man mit der Pipette auf und träufelt den Saft auf die Warze. Der Saft darf nicht auf die umgebene Haut gelangen. Dies macht man mehrfach am Tag, und zwar über zwei bis vier Wochen. Auch Hühneraugen kann man damit behandeln, wofür man die Stelle zuvor mit Leinöl behandelt.

Von der Zubereitung als Tee wird abgeraten, wenn dann eher als Tinktur. Aber es gibt eine hohe Anzahl an Präparaten dafür.

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