EINE WELT – EINE ZUKUNFT
Entwicklungspolitik vielfältig, lebendig, jung-
Das deutsche Bündnis “Kampagne für Saubere Kleidung” des international aktiven Clean Clothes Campaign (CCC) Netzwerkes macht sich für eine internationale Ächtung der sogenannten Sandstrahltechnik in der Jeansherstellung stark. Diese Technik wird in der Produktion eingesetzt um fabrikneue Jeans auf alt zu trimmen und den beliebten Used-Look oder Vintage-Style zu erzeugen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter werden dabei einem ernormen Gesundheitsrisiko ausgesetzt, da sie innerhalb kürzester Zeit an der unheilbaren Lungenkrankheit Silikose erkranken können.
Wie die Kampagne gestern in Berlin mitteilte, macht sie seit Herbst 2010 europaweit verstärkt Druck auf Jeanshersteller und Unternehmen. Diese wurden aufgefordert sich von der Sandstrahltechnik öffentlich zu distanzieren, das Verbot in ihrer Zuliefererkette wirkungsvoll durchzusetzen und bereits erkrankte und betroffene Arbeiterinnen und Arbeiter medizinisch zu versorgen und finanziell zu entschädigen.
Wie die Kampagne weiter mitteilte, hätten daraufhin zahlreiche Unternehmen reagiert und öffentlich ein Sandstrahlverbot für ihre Jeansprodukte erlassen, darunter bekannte Hersteller wie C&A, G-Star, Gucci, Esprit, Jack & Jones, H&M, Levis, Mango, Metro, Replay, Vero Moda und WE.
Die Luxusmarken Hersteller Armani, Dolce & Gabbana, Roberto Cavalli und Versace hätten dagegen bis jetzt nicht reagiert und verweigerten jegliche Information über den Einsatz von Sandstrahltechnik. Auch Orsay und die deutsche Modekette New Yorker zeigen sich unbeeindruckt von den Forderungen der Kampagne. New Yorker teilte sogar mit an der Technik weiter festhalten zu wollen. Dies kommentiert Julia Thimm vom koordinierenden entwicklungspolitischen Zusammenschluss INKOTA: „Es ist beschämend, dass New Yorker das Leben der Arbeiter mit diesem Modetrend wissentlich aufs Spiel setzt“.
Das Clean Clothes Campaign Netzwerkes fordert jetzt Konsumenten auf, beim Kauf von Jeans in den Läden kritisch nachzufragen und nur Jeans zu kaufen, die nicht mit dem Sandstrahlverfahren behandelt wurden. Zudem startete das Netzwerk gestern auf www.saubere-kleidung.de eine Online-Protestkampagne gegen New Yorker, Orsay und die Luxusmarken Armani, Dolce & Gabbana, Roberto Cavalli und Versace.
Eilaktion der Kampagne für saubere Kleidung zur Sandstrahltechnik
Internationales Clean Clothes Campaign Netzwerk
Report des Swedish Fair Trade Centre zur Sandstrahltechnik
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Das Clean Clothes Campaign Netzwerk entstand 1990 in den Niederlanden. Es ist heute in 12 europäischen Ländern aktiv. Ein internationales Sekretariat in Amsterdam koordiniert die Tätigkeit der selbstständigen nationalen Bündnisse.
Die CCC besteht aus einem Netzwerk von mehr als 300 Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen – Frauen- und Verbraucherorganisationen, Solidaritäts- und Kirchengruppen, Weltläden und Forschungsinstituten, die mit Partnerorganisationen in Entwicklungs- und Transformationsländern eng zusammenarbeiten.

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Einladung zum Fachgespräch am Donnerstag, 11.3.2010, in Berlin.
- Willi Volks, INKOTA-netzwerk
- Dr. Herrmann Schaller, erster Direktor Carlos-Marx-Hospital Managua
- Klaus Heß, Infobüro Nicaragua, Wuppertal
- Moderation: Erika Harzer, Autorin und Filmemacherin
- Begrüßung: Peter Stobinski, Ratsvorsitzender der Stiftung Nord-Süd-Brücken
Vor über 20 Jahren fiel nicht nur die Mauer in Berlin. Ein paar Monate später wurde in Nicaragua die sandinistische Revolution abgewählt. Linke und InternationalistInnen aus Ost und West waren geschockt und sprachlos. Schließlich hatte es mit dem kleinen mittelamerikanischen Land, seiner Befreiung von der Somoza-Diktatur, der sandi-nistischen Revolution und dem Aufbau bzw. der Verteidigung des sandinistischen Projektes eine beispiellose Solidarität gegeben – in Ost und West! weiterlesen...

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11.06.2009, Kalkscheune, Berlin
Diskussion zum Thema Bürgerbewegungen als Chance und Risiko für die Gesellschaft mit:
- Denis Goldberg, südafrikanischer Bürgerrechtler und ANC-Mitglied.
- Lasha Bakradze, Leiter der Abteilung für Filmarchivierung und Restaurierung im Nationalen Filmzentrum in Tbilissi, Georgien. Zeitzeuge der Rosenrevolution in Georgien.
- Marina Grasse, Gleichstellungsbeauftragte der ersten und letzten frei gewählten DDR-Regierung, Mitgründerin von OWEN – Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung e.V.
- Willi Volks, INKOTA-Netzwerk Berlin, dort u.a. Geschäftsführer und Projektreferent für Mittelamerika.

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