DAX Tageskerzen Oktober-November 2020

Seit der Aufholjagd zu Beginn des Novembers ist der DAX auf Seitwärtstour und es gibt neue Regeln für die Börse.

Die Börse hat beschlossen, den DAX ab kommendem September zu verändern. Er wird sicherer und wird mehr Firmen listen. Der Grund dafür liegt in der Akte Wirecard. Nach dessen spektakulärem Ende waren dessen Papiere noch ewig im DAX gelistet. Das soll es künftig nicht mehr geben.

DAX Tageskerzen Oktober-November 2020
DAX Tageskerzen Oktober-November 2020

Von bisher 30 Firmen erhöht man auf 40 Unternehmen, die im DAX vertreten sein werden. Das geht zulasten des MDAX, von wo die Unternehmen aufsteigen.

Wer nun in den DAX aufsteigen möchte, muss einen entsprochenen Wert haben (wie bisher) und seit zwei Jahren bilanzorisch im grünen Bereich ist. Damit wäre beispielsweise Delivery Hero nicht mehr in den DAX gekommen.

Als Qualitätskontrolle gibt es halbjährliche Prüfungen und wer den Regeln nicht nachkommt, wie beispielsweise die Zahlen nicht rechtzeitig abgibt, kann herausgeworfen werden.

Künftig, so der Plan, soll mehr Diversität im DAX herrschen und die Vormachtstellung der Auto- und Pharmaindustrie soll gebrochen werden.

Welche zehn Firmen aufsteigen, ist noch nicht klar, aber womöglich gehören Zalando, Puma oder Carl Zeiss Meditec dazu. Allerdings könnte auch der Flugzeug- und Waffenhersteller Airbus aufsteigen. Ein Rüstungskonzern im DAX? Das ist mehr als nur befremdlich. Dagegen kommen keine Nachhaltigkeitsregeln. Damit verschläft die Börse, genau wie die Autoindustrie, den Weckruf in die Zukunft. Schade und traurig gleichermaßen.

Dass der DAX gestern etwas positiver, aber im Seitwärtskanal verharrend, schloss, könnte an den letzten Zuckungen des Möchte-Gern-Diktators Trump liegen, der der Machtübergabe zugestimmt hat. Außerdem ist die Aussicht auf das Wachstum besser als wegen Corona erwartet. In der Woche kommen noch Zahlen aus den USA und kommende Woche aus China und Inflationszahlen aus Deutschland.

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