DAX zum Wochenende

Der DAX ist zwar gestiegen, aber die Autowerte bremsen ihn aus.

Gestern stieg der DAX – die Kurve sah gar gut aus. Aber es waren keine 20 Punkte. Zum Start ging es heute mit 10.925 Punkten los und inzwischen zeigt sich schon eine kleine rote Kerze. Der kleine Anstieg ist wohl dem Risiko geschuldet, man hätte es mit Einstiegskursen zu tun. Ob dem so ist, wird sich noch zeigen. Bisher scheint es fast so. Die alten Unsicherheiten bleiben aber weiter erhalten.

DAX Tageskerzen Mitte Januar 2019

DAX Tageskerzen Mitte Januar 2019

Im Zuge des Handelskrieges zwischen den USA und China, wobei Europa ebenfalls der Leidtragende ist, fordert man einen besseren Marktzugang und das Ende der staatlichen Wirtschaftsspionage durch China. Siehe Huawei. Derart könnte man das Verhalten doch spiegeln. Wenn chinesische Unternehmen in Europa agieren wollen, sollen sie – wie die ausländischen Unternehmen in China – europäische Unternehmen als Partner nehmen, entsprechend die Leute im Aufsichtsrat halten und das Wissen mit den europäischen Firmen teilen. Aber in der Wirtschaft, wie an der Börse, zählen nur zwei Emotionen: Panik und Gier.

Im Fall Chinas, mit seinem riesigen Markt, zählt vor allem die Gier. Hauptsache man kann Geld verdienen. Im Fall der deutschen Autobranche zählt am DAX derzeit vor allem die Panik. Panik vor dem Gewinnausfall und der wird immer öfter unterstrichen. So sinken denn vor allem die Autowerte in Deutschland. Dabei zeigt die CES 2019 in Las Vegas gerade, welche grandiosen Innovationen man in der Zukunft zu erwarten hat. Stichpunkte Autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz. Aber Firmen wie KUKA oder Hella schwächeln und verlieren deutlich.

Dann ist da noch der Brexit. Darüber wird kommenden Dienstag entschieden. Ein No-Deal ist wahrscheinlicher geworden und ein harter Brexit auch. Ob es eine neue Abstimmung geben wird? Das ist eine Hoffnung der Menschen auf dem Börsenparkett. Weltweit warnen die Leute die Briten davor, aber diese wollen ja am Liebsten ihr Empire zurück. In diesem Sinne, frohen Untergang.

11. Januar 2019 in Börse

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