Liebstöckel – würzig, aber …

Über die Gerüchte, die Verwendung und die Problematik des Liebstöckels.

In den alten vorwissenschaftlichen Tagen galt Liebstöckel als Liebeskraut. Der Name leitet sich aber vom lateinischen Begriff “levisticum” ab. Früher trug man das stark duftende und würzende Kraut als Glücksbringer herum, es sollte für Liebe sorgen und das Böse abhalten. Zuweilen nennt man Liebstöckel auch als Maggie-Kraut, doch in Maggie wird kein Liebstöckel verwendet.

Liebstöckel

Liebstöckel

Liebstöckel wächst sehr schnell, ist winterhart und gedeiht sehr gut. Es enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Cumarine, Furocumarine, Phenolcarbonsäuren und Harze.

Es wirkt krampflösend auf die Muskulatur. Außerdem ermöglicht es, die Luft im Bauch abzulassen (Flatulenz) und es wirkt harntreibend. Daher kann man es einsetzen, wenn es Harnwegsinfektionen gibt. Doch darin besteht auch eine Gefahr, nämlich unter Flüssigkeitsmangel zu leiden. Daher sollte man bei einer Therapie des Krauts viel Wasser zu sich nehmen.

Liebstöckel kennt man vor allem als Würzkraut, aber es kann auch als Tee oder in industriellen Präparaten eingenommen werden. Pro Tag sollte man acht Gramm nicht überschreiten. Die Einnahme kann auch zu eingeschränkten Herz- oder Nierentätigkeit führen.

Eine weitere Problematik ist die Sonneneinwirkung, denn das Kraut verursacht eine Sensibilität. Daher sollte man bei einer Liebstöckeltherapie kein Sonnenbad nehmen.

Einen Liebstöckel Tee macht man mit 2,5 Gramm der zerkleinerten Wurzel auf eine Tasse mit heißem Wasser. Das bedeckte Gemisch lässt man 15 Minuten ziehen. Die Therapie sieht drei Tassen am Tag zwischen den Mahlzeiten zu sich genommen vor.

14. November 2020 in Gesundheit, Natur

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