Weißer (Gelber) Senf und die heilenden Eigenschaften

Der Senf gehört auch zu den wichtigen Kräutern in der Naturapotheke. Er senkt die Schmerzen und fördert die Durchblutung.

Senf kommt aus dem Mittelmeerraum und wächst hier eher selten, aber man findet ihn doch vor. Die Senfkörner werden für die Senfherstellung genutzt, wobei es auch schwarzen Senf gibt. Die Pflanze selbst wird oftmals an Tiere verfüttert.

Gelbsenf

Gelbsenf

Weißer Senf wird auch gerne angepflanzt, um den Boden aufzulockern. Beim sogenannten Gründüngen wird der Weiße Senf nicht geerntet, sondern untergepflügt. Weißer Senf hält sich nur ein Jahr und hinterlässt einen feineren Boden, als den, den er vorgefunden hat. Auch deshalb nutzt man ihn zum Gründüngen.

In der Pflanzenheilkunde sind vor allem seine Samen von Bedeutung. Daraus kann man beispielsweise Senfmehl machen, welches schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirkt. Die Samen oder das Mehl nutzt man dann für Kompressionen oder Teilbäder.

Als Senfkompresse nutzt man es bei Angina pectoris. Dabei handelt es sich um ein Symptom, das körperliche oder psychische Ursachen haben kann. Es zeichnet sich durch ein Drücken der Brust im Herzraum aus und kann auf ein Herzproblem hinweisen. Hat man einen solchen Anfall, kann man eine Senfkompresse auf den linken Oberarm legen.

Die Rezeptur besteht aus ein bis zwei Esslöffel Senfmehl, das mit lauwarmem Wasser zu einem Brei geführt wird. Man streicht es auf ein Leinentuch und legt es lose auf. So verbleibt man fünf bis zehn Minuten und entfernt es dann. Es können Hautreizungen auftreten. Danach mit lauwarmem Wasser abwischen.

Man kann das Leintuch mit Senfmehlbrei auch auf die Brust legen und das Ganze fünf bis acht Minuten einwirken lassen. Das hilft die Bronchialkapazität zu erhöhen. Später kann man es länger liegen lassen, aber man sollte eine viertel Stunde nicht überschreiten. Auch hier muss man es im Anschluss abwaschen und gegebenenfalls mit Johanniskrautöl pflegen. Die Stelle sollte warm gehalten werden und man sollte sich 20 Minuten ausruhen. Das kann man zwei Mal in der Woche durchführen und es ist mit einem Heublumensäckchen kombinierbar.

Als Fußbad kann Senfmehl ebenfalls helfen die Durchblutung zu fördern und man beugt damit einer Erkältung vor. Dafür nimmt man zwei bis drei Esslöffel Senfmehl auf zwei Liter Wasser, das knappe 40 Grad Celsius betragen sollte. Die Füße für 15 Minuten darin baden und danach mit warmem Wasser reinigen.

18. März 2019 in Gesundheit, Natur

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