Schlüsselblume – bei Erkältung und Grippe

Die Schlüsselblume ist eine altbekannte Heilpflanze, die vor allem bei den Winterkrankheiten hilft.

Ihren Namen hat die Schlüsselblume von ihrem Aussehen, die einem Schlüsselbund ähnelt. Sie ist eine der ersten Pflanzen, die man in Frühjahr zu Gesicht bekommt und kündigt so dessen Ankunft an. Um es vorweg zusagen, die Pflanze steht unter Naturschutz und darf nicht ausgegraben werden. Denn es geht um die Wurzeln der Pflanze, aber auch die Blüten.

Schluesselblume

Schlüsselblume

Die Schlüsselblume enthält vor allem Saponine und dieser Wirkstoff hilft gegen die Erkältung. Konkret ist bis zu zwölf Prozent der Triterpensaponine in der Pflanze zu finden. Dazu zählen beispielsweise Primulasäure und Phenylglykoside (Metylester der Salicylsäure). Auch die nützlichen Flavonoide sind in der Schlüsselblume vertreten.

Die Blüten mit Kelchen enthalten weniger Saponine, dafür mehr Flavonoide, Carotinoide und ätherische Öle. Die wohlriechende Pflanze gilt in der Volksmedizin als stimmungsaufhellend und soll das Herz beruhigen, doch wissenschaftliche Belege dafür fehlen bislang.

Was man aber nachgewiesen hat, ist, dass die Wirkung dazu führt, dass der Schleim in den Nasen- und Stirnnebenhöhlen flüssiger wird und damit besser abfließt. Auch in den Atemwegen zur Lunge hin löst es den Schleim, der besser abgehustet werden kann. Das gilt auch für den Raucherhusten. Die Blüten werden vor allem bei der Behandlung von Kindern eingesetzt.

Darüber hinaus wirkt die Schlüsselblume entzündungshemmend, gering schmerzlindernd (wegen der Salicylsäure, die auch in Weiden und Mädesüß und verarbeitet in Aspirin vorkommt) und hilft bei Grippeviren und wirkt antimykotisch.

Die Pflanze kann man in Form von Tee, Honig oder als Präparat zu sich nehmen. Bei Wurzeln kann man bis zu anderthalb Gramm, bei der Tinktur bis drei Gramm und bei Blüten bis zu vier Gramm einnehmen.

29. November 2020 in Gesundheit, Natur

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