Passionsblume

Die tropische Passionsblume wird als Zierpflanze gehalten, doch sie hat auch eine interessante Heilwirkung.

Bei uns trägt die Passionsblume keine Früchte, die sich im Übrigen von der Maracuja unterscheiden. Unter den Passionsblumen gibt es 500 verschiedene Arten. Die bei uns auffindbare Passionsblume hat ihren Namen von der Blüte, die an die Passion Christi erinnern soll.

Passionsblume
Passionsblume

Heilwirkung der Passionsblume

Wer unter Angstzuständen, Schlafproblemen oder Juckreiz leidet, der hat in der Passionsblume einen Verbündeten. Die Wirkung der Pflanze selbst ist aber recht mild und ist daher auch für Kinder geeignet. Bei Erwachsenen nutzt man die Passionsblume als Wirkungsverstärker, der vor allem beim Johanniskraut eingesetzt wird. Hier erreicht man damit eine Verzehnfachung der Wirkung. Dies ist für jene interessant, die eine innere Unruhe oder Angst haben, unter Einschlafstörungen, Depressionen oder Konzentrationsproblemen leiden.

Außerdem hilft es bei Kreislaufschwäche, bei wetterbedingten Beschwerden oder einem nervösen Magen. Für Kinder ist die Pflanze auch als Kraut gegen das Bettnässen wichtig. Hier unterstützt es die Therapie von Enziantinktur und Kürbiskernen. Die beruhigende Wirkung von Passionsblumen wird außer der Kombination mit Johanniskraut auch mit Hopfen, Melisse, Lindenblüten, Lavendel und Baldrian erreicht. Zusammen mit der blutdrucksenkenden Wirkung fördert die Passionsblume auch das Einschlafen. Ist Stress der Auslöser der Hypertonie, reduziert die Kombination von angstlösenden Kräutern mit Passionsblume den Blutdruck um bis zu 12 mmHG systolisch. Ein weiteres Einsatzgebiet der Pflanze ist die Linderung der Entzugsbeschwerden bei Alkohol-, Nikotin-, Cannabis- oder Morphiumsucht.

Inhaltsstoffe und Darreichungsformen der Passionsblume

Die stimmungsaufhellende Wirkung erreicht die Pflanze durch Einflussnahme auf die Gamme-Aminobuttersäure, die als Neurotransmitter für die synaptischen Reize im Körper zuständig ist. Die Erregbarkeit wird verringert. Zu den Inhaltsstoffen der Passionsblume gehören Flavonoide, Cumarinderivate und cyanogene Glykosiden.

Als Tee lassen sich die Wirkstoffe der Passionsblume gut aufnehmen. Dafür übergießt man bis zu zwei Teelöffel der getrockneten Pflanze mit heißem Wasser und lässt es fünf Minuten ziehen. Entweder über den Tag verteilt oder vor dem Schlafengehen zwei bis drei Tassen. Eine äußerliche Anwendung gelingt mit Waschungen. Die Wirkung stellt sich nach etwa zwei Stunden ein.

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