Radverkehr stärken: Halbherzige Umsetzung am Beispiel Fahrradständer

Es wird immer klarer, dass die Verkehrswende in Deutschland kommt. Doch die Umsetzung hapert noch…

Obwohl die CSU das Verkehrsministerium innehat und darauf bedacht ist, nicht an der Verkehrsdominanz des Autos zu rütteln, mehren sich die kritischen Stimmen. Aus Wissenschaft, aus der Zivilgesellschaft und vor allem aus der Ecke der Klimaschützenden werden die Stimmen lauter, es muss sich etwas ändern.

Obi Radständer

Obi Radständer

Diejenigen, die keinen “Mü” von ihrer Bequemlichkeit nachgeben wollen, auch wenn sie noch so lange im Stau stehen oder sich gar zu Fuß zum 200 Meter entfernten Glascontainer aufmachen müssen, werden weniger. Der Egoismus dieser Leute ist erstaunlich, aber könnten sie sich auch vor ihren Kindern rechtfertigen? Denn Fridays for Future – Chapeau – hat etwas erreicht.

Während der Radverkehr gesteigert werden kann, sind die Maßnahmen aber nicht nur auf politischer Ebene eher stiefmütterlich. Auch die Unternehmen, das sieht man deutlich, geben sich nur den Anklang eines Verständnisses. Der Baumarkt Obi ist ein solcher Fall, wie ich finde.

Zwar gibt es neuerdings Fahrradständer, wo man das eigene Rad festketten kann, doch so richtig durchdacht ist das nicht. Wie man auf dem Foto zeigt, nutzt man es eher als Werbeträger. Doch diese Konstruktion erlaubt es nicht, das Fahrrad richtig abzuschließen. Denn man kann den Lenker nicht über dem Ständer führen. Daher kann man das Rad auch nicht bequem anschließen und das tut auch offenbar niemand.

Ein typischer Fall der undurchdachten Verkehrswende, gemacht von Menschen, die offenbar nicht mit dem Rad fahren und auch keine Ahnung davon haben. Stattdessen ist es eine Werbung im doppelten Sinne.

2. Oktober 2019 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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