Eberraute in Küche und zu Heilzwecken

Aus der Gattung Artemisia heute die Eberraute – Artemisia abrotanum.

Der Name der Pflanze kommt vermutlich von ihrem lateinischen Namen abrotanum, woraus über die Jahrhunderte Eberraute wurde. Sie wird sowohl in der Küche, als auch zur Heilung eingesetzt. Weitere Pflanzen aus der Gattung sind beispielsweise Wermut oder Beifuß.

Eberraute

Eberraute

Inhaltsstoffe der Eberraute

Die Eberraute wird deshalb zu Heilzwecken herangezogen, weil sie ätherisches Öl (ungefähr ein Prozent), wie Thujon (auch bei Rainfarn, Salbei oder Rosmarin) oder 1,8-Cineol. Letzteres findet vor allem bei Bronchenbeschwerden seinen Einsatz. Außerdem sind das Alkaloid Abrotanin (bis zu drei Prozent), Cumarine und die unbeliebten, aber wichtigen Bitterstoffe darin enthalten. Diese sind hierbei dem Absinthin zuzurechnen. Absinth macht man eigentlich aus Wermut, was ebenfalls dieser Gattung entspringt.

Und die Pflanze verfügt über Alpha- und Beta-Caryophyllen. Diese Stoffe locken Insekten an, die Fressfeinde der Pflanze eliminieren.

Der Anbau und der Grund, warum man sie hier findet, geht auf das Mittelalter zurück. In den Klöstern wußte man um die heilende Wirkung, weswegen man sie hierzulande schon ab dem 9. Jahrhundert angebaut hat.

Heilpflanze Eberraute

Neben dem Heilaspekt vertreibt das Kraut auch die nervenden Insekten und man hat sie ob der Optik angebaut. Wenn man sie ins Essen (vor allem bei Fleisch) macht, wird dasselbige bitter. Daher sollte man es vorsichtig dosieren. Und beim Essen hilft die Pflanze denn auch, sie wirkt appetitfödernd und verbessert die Verdauung.

Außerdem wirkt sie positiv in der Lunge und in der Antike glaubte man, es hilft bei der Geburt. Sie soll außerdem eine desinfizierende Wirkung haben, daher wird sie bei der Wundheilung verwandt und oft in Verbindung mit Kamille genutzt. Und – ebenfalls schon im Mittelalter bekannt – soll es gegen Magenleiden helfen. Dazu fehlen allerdings noch Studien.

Im Volksglauben soll es auch bei fehlender Liebesfreude und -tätigkeit helfen 😉

5. Juni 2018 in Gesundheit

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