ÖPNV stärken

Ein offensichtlicher Weg für bessere Luft ist die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

In den Großstädten Deutschlands drohen Fahrverbote und die Konservativen wollen daher die Grenzwerte erhöhen. Das ist nicht nur eine Frechheit, es ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die gesund leben wollen. Dabei gibt es einen denkbar einfachen Ausweg: der öffentliche Nahverkehr.

Tramlinie-Berlin

Tramlinie in Berlin

Seit Jahren, ja Jahrzehnten fördert die deutsche Politik den Autoverkehr. Ein Schelm, der denkt, das hätte mit den Spenden der Autoindustrie an die CDU zu tun. Diese wandert ja gerade ein Stückchen weiter rechts und zeigt abermals das wahre Gesicht: umweltfeindlich, gegen die Bürger- und Frauenrechte und als Partei für die Reichen. Dabei müsste der Wohlstand gerechter verteilt werden, statt Aktienkäufe steuerlich zu bevorteilen. Unglaublich! Die Umverteilung würde gegen die Nazis der “AfD” helfen, aber doch nicht noch weiter nach rechts zu gehen.

Eine Möglichkeit das Geld zu verteilen, ist die Förderung des ÖPNV. Das wollen die Konservativen natürlich nicht, sonst hätten ja die Linken gewonnen. Was sie letztlich immer tun, auch wenn die Konservativen erst mal dagegen sind und einen Krieg zur Ablenkung anzetteln. Denn erst wenn die Konservativen am Boden liegen, geht die Gesellschaft weiter. Das ist auch eine Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg.

Ja, die Förderung des ÖPNV ist eine linke Forderung, die auch zum gewünschten Ergebnis führt. Dass die Autoindustrie dabei keine Profite einstreicht, ist ja auch klar. Wie erfolgreich das ist, zeigen die Städte Wien, Compiègne oder bald das Land Luxemburg. In Wien kostet ein Ticket für die Öffis einen Euro – den ganzen Tag. Viele nutzen das und der Verkehr hat sich reduziert. Im nordfranzösischen Compiègne kostet der Bus gar nichts und das hatte ebenfalls einen positiven Effekt auf den Verkehr und damit auf die Luftqualität. Nun will auch Luxemburg den ÖPNV kostenlos gestalten.

Es gibt noch weitere Länder, wo das geklappt hat. Nur Deutschland hinkt mal wieder hinterher – wie sooft. Dank der Großen Koalition ja auch bei der Klimapolitik. Und das ist vor allem auf Betreiben der Konservativen erreicht worden. Die Abgase werden mehr und die Autoindustrie bedankt sich spendend bei der Partei der Bosse und Bonzen.

Auch die Vernachlässigung des Schienenverkehrs rächt sich jetzt, da die Flüsse einen derart niedrigen Pegel haben. Auch hier setzt man jetzt auf Lkws und die Autobahnen verstopfen immer mehr. Die Antwort der Konservativen ist der Ausbau der Autobahn, statt den Schienenverkehr zu fördern. Genaugenommen hat man das Gegenteil gemacht und mit dem vermeintlichen Börsengang die Bahn verstümmelt. Das ist auch der Grund, warum die Züge nicht gewartet werden und die Dörfer nicht mehr mit dem Zug erreichbar sind. Das war auch mal anders, aber jahrezehntelange CDU Politik hat diese Infrastruktur ruiniert, genau wie die Luftqualität. Egal, dass tausende dabei sterben, solange die Autoindustrie nur verdienen darf…

7. Dezember 2018 in Politik & Medien, Wirtschaft

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