Puls steigt beim Nachrichten schauen

Bisher dachte es geht nur mir so, aber der Abgleich mit anderen Leuten zeigt: Die Nachrichten ansehen erzeugt einen hohen Puls.

Ja, der Blutdruck steigt auch, weil man sich so aufregt über diese Politik, die nur Fehler macht. Es ist kaum noch mitanzusehen, geschweige denn mitzuerleben. Der aufkeimende Faschismus der durch soziale Ungerechtigkeit entsteht ist doch ein gewolltes Produkt, damit die Reichen reicher werden. Es ist doch ganz offenbar, dass das kein Zufall ist.

geld und verfassung

Seit Schröder und damit die gesamte Zeit mit Merkel werden die Reichen reicher und der Sozialstaat wird zu einer leeren Hülle. Wenn man denjenigen zuhört, die die Nazis (AfD) wählen, dann wird doch klar: Es ist Sozialneid – nichts anderes. Ja, man fühlt sich abgehängt – aber woher kommt das? Es gibt nur einen wirklichen Grund, dass der Sozialstaat immer weiter zurückgefahren wird und die Leute sich selbst um alles kümmern sollen. Von der Krankenkasse über das Wohngeld bis zur Rente – die Politik seit über einer Dekade hilft doch nur den Reichen – das sind nun mal gute Spender der Konservativen.

Ich versuche inzwischen weniger Nachrichten zu sehen, hören und lesen. Denn es regt mich so sehr auf, was da abläuft. Selbst Holocaust Überlebende mahnen vor dem Faschismus und warnen: Es fängt wieder an. Der Vergleich ist nicht von der Hand zuweisen, dass es sich wie in den 30er Jahren verhält. Es gibt eine wirtschaftliche Revolution: Die Digitalisierung und damals war es die Industrialisierung. Der Effekt ist, dass bisherige Berufe verloren gehen und in Folge der Automatisierung viele ihre Arbeit sogar verlieren werden. Es wird nicht mehr so viel menschliche Arbeit benötigt – damit hatte Marx wohl recht.

Wie damals werden die Ärmsten ausgebeutet – bis auf das Blut. Dabei steht doch in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, dass es ein Sozialstaat ist! Damit, das wussten schon die Gründereltern, hält man sich den Faschismus vom Leib. Aber die CDU pocht weiter auf Neoliberalisierung und damit wird die soziale Ungleichheit verschärft. Die Sozialdividende, also eine Ableitung von der Friedensdividende, muss erhöht werden. Die Unsicherheit der Arbeit muss beendet werden! Das ist doch das moderne Mittel der Unterdrückung von Arbeitenden.

Der Einzelhandel fängt schon an, abzubauen, und als nächstes sind andere Jobs dran, die sowieso nicht allzu viel einbringen. Die Fahrenden – vom Taxi über den Lkw – durch die Automatisierung geht da viel verloren. Lagerarbeitende und Leute die an der Maschine sitzen werden die nächsten sein. Dann wird es ein Überangebot an Arbeitskräften geben und das senkt die Löhne. So war es schon mal und das Elend führte zu Superreichen.

Es heißt immer die Reichen würden Jobs schaffen, doch das Gegenteil ist die Wahrheit. Die Jobs werden automatisiert, das ist lukrativer. Kein Hahn wird nach den Entlassenen krähen und sogar die SPD hält daran fest, dass man versuchen muss, die Leute in Arbeit zu bringen – das sei Integration. Das ist Quatsch, denn heutzutage ist die Arbeit etwas anderes, wie zu der Zeit, als die SPD sich bildete.

Wir haben wirklich viele Probleme, die man lösen müsste, aber die Konservativen reden nur über die Migration. Es ist doch zum Kotzen und währenddessen müssen sich die kleinen Leute immer mehr gefallen lassen.

Diese Politik ist schuld am aufkeimenden Faschismus und das muss geändert werden. Ich kann es nicht oft genug schreiben und schreien – aber es hört ja doch niemand zu und so sitze ich hier in meinem Kämmerlein und beweine die Zukunft dieser Demokratie. Und offenbar machen das viele – es ist ein Trauerspiel und wie immer zahlen wir die Rechnung für das, was die Konservativen mal wieder verbocken.

18. September 2018 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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