Faschistische Versuche den Diskurs zu verändern

Die Methode der Faschisten dieser Tage ist nicht neu: Wiederholungen von schwachsinnigen Thesen.

Wie uns nicht erst die Werbung beigebracht hat, funktionieren Wiederholungen. So lernen Menschen eben. Das haben auch die Nazis, seien sie offene “AfD” Anhänger oder nicht, erkannt – schon in den 30er Jahren. Das ist auch einer der Gründe, warum man mit “AfD” und anderen Nazis nicht reden sollte und warum man ihnen niemals eine Bühne bieten darf.

Als die “AfD” als Nazipartei endlich erkannt und so benannt wurde, hieß es: Das darf man wohl doch mal sagen dürfen. Darauf sind schon viele hereingefallen, denn man darf es nicht sagen. Meist wurde das mit einem offensichtlichen Widerspruch begründet: “Ich bin ja kein Nazi, aber die bösen Ausländer…” Wenn man dann nach Überlegungen und Diskussionen darauf gekommen ist, dass man dann doch ein Nazi ist, erwiderten die Faschisten: “Das muss ja so kommen, da wird gleich die Nazi-Keule herausgeholt.” Ja, musste man erwähnen und das zu Recht!

Dann wurden diejenigen, die die Wahrheit sagten – dass die “AfD” Nazis sind – mit Klagen überzogen. Ihnen wurde aufgelauert und es wurde Gewalt angedroht. Doch dabei blieb es nicht, der Diskurs musste verändert werden.

Daher wurde zum Angriff auf die Antifa geblasen – übrigens hat diese Idee in den USA ihren Ursprung. Zuletzt wurde das bei der Aktion gegen den “AfD”-Gründer Lucke initiiert, der in Hamburg eine Vorlesung halten wollte. Da muss man sich schon fragen, wie verblendet man sein muss, Lucke als Dozent zu engagieren? Solche Leute dürfen keinen Lehrauftrag erhalten, sonst sind wir bald wieder in 1933.

Proteste dagegen wurden dargestellt, als wäre es die Antifa, die “böse” ist. Ja sie sollten gar Nazis sein. Es wurden Vergleiche zwischen jüdischen Professoren zur NS-Zeit gezogen. Wer so etwas auf Twitter oder Facebook oder sonst wo verbreitet, sollte rechtliche Schritte fürchten. Man muss sich gegen Faschisten im Lehramt wehren und Proteste sind das geeignete Mittel. Keiner wird ernsthaft in Erwägung ziehen, den Oberfaschisten Bernd (!) Höcke als Geschichtslehrer einzustellen, oder?

Durch massenhafte Kommentare auf Twitter und Facebook, meistens durch schnell generierte Accounts oder durch Bots, wird nun immer die Verbindung zwischen Nazis und AfD gepostet. Hashtag Nazi ist voll damit. Dahinter steckt ebenfalls die Strategie, den Diskurs zu ändern. Wenn man nun auf den Hashtag klickt, kommen zig Beiträge, dass die Antifa die wahren Nazis wären. Dabei sind sie an der vordersten Front gegen den rechten Mob.

Also muss man konstatieren, dass nur Rechtsextreme Nazis sein können. “Links-Faschisten” kann es per Definition nicht geben, vor allem heutzutage nicht. Die Antifa als Nazis zu betiteln, ist eine perfide Strategie der Nazis!

Wiederholungen, Argumente umdrehen und schreien. Das sind die Methoden moderner Nazis, die abstreiten, Nazis zu sein. Daher gilt der goldene Grundsatz: Keine Toleranz gegenüber der Intoleranz. Rechts muss bekämpft werden und alle, die über einen Twitter Account verfügen, sollten zum Hashtag Nazis schreiben, dass die “AfD” die wahren Nazis sind! Leider hat die Seite zu wenig Reichweite, um das zu erreichen, aber vielleicht findet sich ja der eine oder die andere, die das machen.

Wer übrigens wissen will, wie es weiter geht, der sollte ein Schulbuch aufschlagen. Die “AfD” muss verboten werden und alle, die damit zu tun hatten, müssen strafrechtlich verfolgt werden.

17. Oktober 2019 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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